< Wir danken allen unseren Kunden für ihre Treue und wünschen eine gesegnete Weihnachtszeit sowie ein gutes neues Jahr!
19.01.12 09:04 Alter: 34 Tage
Kategorie: Winter

Mountain-Attack 2012

---Nichts für Warmduscher---


Man sollte meinen, 3000 Höhenmeter auf 3 Anstiege verteilt wären schon eine harte Anforderung an einen Skitourengeher, doch heuer kamen noch ein paar kleine, aber feine Details dazu ...

In den Wochen vor dem Rennen gab es massenhaft Neuschnee, so dass das Training schon unter erschwerten Bedingungen stattfand und wir alle hofften, dass sich der Schnee so verfestigt, dass es schön zum Hinaufgehen, aber auch vor allem schnell zum Hinunterfahren gehen würde. So inspizierten Sepp und Peter noch am Donnerstag um ca. 16:00 Uhr die Schattberg-West und Zwölfer-Nord-Abfahrt auf Hügeln und Befahrbarkeit. Mike hatte in den letzten Tagen sein Hauptaugenmerk auf Technik-Training gelegt und seine An- und Abfellzeiten um ein paar Sekunden verbessert, Robert und Rene (unser frischgebackener Staatsmeister - wir gratulieren an dieser Stelle) überlegten sich die besten Taktiken und Strategien, wie sie am Ende auf dem Stockerl stehen könnten und auch Boni und Fresi lieferten sich bereits im Training harte Duelle, wer schneller auf dem Schattberg oben ist.

Dann kam der Wetterbericht und auf einmal wurde der Wind ein Thema. Statt der Renntaktik wurde am Telefon nun eher gerätselt, ob abgesagt werden muss oder nicht. Ausgerechnet beim Eingehen eine halbe Stunde vor dem Rennstart wütete ein Schneesturm im Tal, so dass man nicht einmal mehr bis zur Schattberg-Mittelstation sah. Dorthin kam man übrigens mit der Gondel auch nicht mehr, so dass auch die ganzen Pläne für die Helfer (Christian, Magdalena & Co.) bezüglich Harscheisen, Felle, Trinken und Powergel über den Haufen geworfen wurden. Aber egal, um 16:00 Uhr wurde gestartet.

Nach 2 Minuten wurde an der Schattberg-Basis angeschnallt. Bei optimalen Gehbedingungen ging es rasant aufwärts, anfangs angefeuert von den Zuschauern, dann vom Wind. Zum Glück kam er meistens von hinten oder von der Seite und kaum von vorne. Knapp nach 50 Minuten erreichten dann Mike, Sepp und Peter innerhalb von ein paar Minuten den Schattberg-Ostgipfel, um dann gleich von Windböen begleitet zum Westgipfel weiterzugehen.

Mike war zu diesem Zeitpunkt bereit erleichtert, denn nachdem er am Vortag leicht erkrankte, war er sich nicht sicher, ob er überhaupt voll mitgehen soll, doch zum Glück schwitzte er die Viren heraus und wurde später auch nicht krank und führte das Bigtime-Trio sogar als Erster über die 6 Gipfel an.

Die Abfahrt vom West war eigentlich recht gut fahrbar und so ging es gleich am Zwölfer weiter. Wir wussten bereits, dass es oben nicht bis zum Gipfel gehen sollte, sondern über einen Ziehweg von der Mittelstation hinüber zur Nord-Abfahrt, weil am Gipfel anscheinend Böen über 100 km/h wüteten. Was wir aber noch nicht wussten war, dass der Ziehweg zum Skaten etliche Höhenmeter enthielt und daher so (weil ungewohnt) sogar fast zum anstrengendsten Teil der Strecke wurde. Schätzungsweise war das Skaten aber trotzdem ca. 12 Minuten schneller als der Weg zum Gipfel und weil man dann schon halb herunten war, ersparte man sich auch noch ein paar Abfahrtsminuten - insgesamt somit also eine Ersparnis von ca. 15 Minuten gegenüber der Originalstrecke.

Die Zwölfer-Nordabfahrt (zumindest der Rest davon) war gut zu fahren und bald war man in Lengau. Hier beginnt eigentlich der leichteste Abschnitt, der allerdings heuer zum windigsten wurde. Nach der Rosswaldhütte wurde der Sturm immer stärker und jetzt wussten wir, warum das Rennen eigentlich abgesagt hätte werden müssen, denn wir waren voll motiviert, kannten die Strecke auswendig und hatten immer Vorderleute und taten uns trotzdem schwer, die Spuren zu finden und richtig zu gehen. Wie ist es hier jenen gegangen, die zum ersten Mal hier mitmachen und schon am Ende ihrer Kräfte sind? Man musste sich manchmal direkt gegen den Wind stemmen, um nicht plötzlich ein paar Meter weiter links oder rechts zu stehen.

So wurde auch die Fellabfahrt zum Erlebnis, weil man nicht wirklich viel sah, die Piste von Hügeln überseht war und dazu auch noch ein paar lebende und sich bewegende Hindernisse in der Form von Teilnehmern der Tour-Strecke kamen, die aufgrund der Strecken-Unwissenheit sehr langsam aber leider sehr mittig hinunterfuhren. Irgendwann wurde es dann wieder flach, also mussten wir beim Wetterkreuz angekommen sein und es ging die letzten Höhenmeter hinauf zum Bernkogel. Dort sahen wir dann fast gar nichts mehr; weder die Piste, noch Spuren, noch Beleuchtungen oder Streckenposten. Man wusste hier nicht, ob man plötzlich im Tiefschnee steht und die Strecke zur Lift-Unterführung wurde elendsweit. Dann ging es schön glatt bergab, doch nach der Bernkogel-Mittelstation mussten wir dann erkennen, dass es keine Pistenraupen-Spuren gab, sondern sehr viele Hügeln bei immer schlechter werdenden Sicht. So verloren wir hier etliche Minuten und auch diese Abfahrt wurde zum Kampf, die wir aber doch alle erfolgreich bewältigten und mit den folgenden Zeiten ins Ziel kamen:

Mike (Marathon): 2:45:48, Platz 33: Zwar leider kein Top-30 Platz (= erster Startblock für 2013), doch für die sich anbahnende Krankheit eine sehr gute Zeit, geschlagen nur von eine großen Horde von italienischen Halb-Profis.

Sepp (Marathon): 2:47:59, Platz 35: Nur knapp hinter Mike konnte Sepp wieder beweisen, dass er sich trotz wenigen Bike-Kilometern im Sommer im Herbst/Winter in Top-Form bringen kann und so fast alle seine Team-Mitglieder unter Kontrolle hat.

Peter (Marathon): 3:00:09, Platz 57: Nach 10 Jahren wieder am Start war Peter mit seiner Zeit sehr zufrieden, denn er hielt den Rückstand auf die besten im Rahmen, konnte auf alle Berge neue Bestzeiten gehen und sich auch eine gute Ausgangsposition für die Mountain-Hero Wertung schaffen.

Christian "Boni" (Tour): 2:15:50, Platz 41

Christoph "Fresi" (Tour): 2:29:16, Platz 75

Gertraud Streitberger (Tour): 3:13:22, Platz 17

Ganz am Schluss natürlich noch unsere Highlights - unser Team konnte 2 Podestplätze erobern!!!

Robert wurde auf der Tour mit 1:55:33 Dritter und Rene wurde im Marathon mit 2:26:41 Dritter im Marathon!!! Gewonnen hat den Marathon wieder der Vorjahressieger Kilian Jornet, der ca. eine Viertelstunde schneller als im Vorjahr war (wegen der Streckenverkürzung).


Spezielle Leistungen

nützliche Downloads

big time - Urlaub ist die schönste Zeit!

TYPO3 Cumulus Flash tag cloud by TYPO3-Macher - die TYPO3 Dienstleister (based on WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck) requires Flash Player 9 or better.