Vom Start weg sorgte Pauli Lindner für ein hohes Tempo, aufgrund dessen sich schnell um ihn eine Spitzengruppe mit HPO, Martin Schider und Reini Woisetschläger bildete. Erster Verfolger war zu diesem Zeitpunkt Christoph Köck, der im unteren Abschnitt Kraft sparte und nur knapp vor Adi Stonig und Peter Gruber den Asphaltteil hinauffuhr. Diese beiden wurden wiederum von Michi Kneidinger, Christian Bonimaier und Gerdi Schwabl verfolgt. So sahen am Ende des Asphaltes die Top 10 aus. Bei Beginn des Asphaltes erhöhte dann Michi Kneidinger das Tempo und er fuhr an Peter und Adi vorbei bis zu Christoph vor. Das Tempo von unserem Bayern konnte er aber nicht halten und so blieb Michi bis zum Schluss auf Platz 6 (1:00:45). Auch hinter Michi gab es einige Verschiebungen; Peter und Adi wurden von Christian und Gerdi überholt und tauschten bis zum Ende mehrmals die Plätze 9 und 10, wobei sich schlussendlich dann dieses Mal wieder Adi (1:02:19) gegen Peter (1:02:49) durchsetzen konnte.
Nur wenige Meter davor gab es auch ein beinhartes Duell um Platz 8. Christian fuhr zwar ein konstantes Tempo durch, doch wenige Kilometer vor dem Ziel konnte er Gerdi doch nicht mehr hinter sich halten, so dass Gerdi auf Platz 8 (1:01:30) vor Christian (1:02:00) ins Ziel fuhr. Wenige Positionswechsel gab es für Christoph. Er fuhr eigentlich das ganze Rennen lang auf Platz 5, kurzzeitig bedrängt von Michi, dessen Angriff er aber abwehren konnte, während der Abstand zu Platz 4 teilweise größer wurde, am Ende dann aber doch noch stark schrumpfte. Den fünften Platz eroberte Christoph schlussendlich mit 0:59:07 unter einer Stunde, nur 13 Sekunden hinter Pauli Lindner (0:58:54) auf Platz 4, der wiederum aber auch nur 29 Sekunden hinter Reini ins Ziel kam.
Die Spitzengruppe verkleinerte sich inzwischen auf den ersten Schotter-Kilometern auf HPO. Reini und Martin; Pauli hatte bei der Kröllalm ca. 10 Sekunden Rückstand. Das Tempo blieb konstant hoch bis zur ersten kleinen Abfahrt bei Mitte der Strecke. Hier zog dann HPO das Tempo noch einmal gewaltig an. HPO gab anschließend zu, dass er sehr überrascht war, dass Reini sein Tempo hier zuerst noch mitgehen konnte, doch dann wurde es doch zu schnell und Reini verlor hier den Anschluss an HPO. Bis ins Ziel konnte er den Rückstand nicht mehr wettmachen und so landete er schlussendlich mit einer Zeit von 0:58:25 (zum ersten Mal unter 1 Stunde) auf Gesamtplatz 3.
Eine Minute vorher war bereits Martin ins Ziel gekommen (0:57:31), der die letzten Kilometer ziemlich alleine gefahren war mit einem ca. 1minütigen Loch sowohl nach vorne als auch nach hinten. Den Sieg sicherte sich also somit HPO mit einer Zeit von 56:04. Den Streckenrekord von Roman Angerer aus dem Jahr 2009 (0:55:38) verpasste HPO offiziell somit um 26 Sekunden. Allerdings war es in Wahrheit viel knapper, weil die offizielle Zeitnehmung dieses Mal nämlich schon etwas vor der Brücke startete (teilweise wurde erst 100 m nach der Brücke angefangen).
Erfolgsbilanz unserer Bigtime-Fahrer
Herren AK 1:
- 2. KNEIDINGER Michi, Gesamt-6., 1:00:45
Michi ging es langsam an, fuhr bis nach dem Asphalt noch hinter Peter und Boni, kämpfte sich dann aber nach vorne bis zu Christoph Köck, der dann aber doch dieses Mal eine Spur schneller war, somit Michi als Gesamt-6. ins Ziel kam. In der Klasse belegte Michi Platz 2, geschlagen nur vom mehrfachen Hundstoa-Sieger Martin SCHIDER. In der Pinzgau-Trophy gewann Michi überlegen die Klasse der 30-40jährigen.
- 3. SCHWABL Gerdi, Gesamt-7., 1:01:30: Er schaffte es auch dieses Mal wieder, bei der Siegerehrung sein „trachtig samma, biken damma“ ins Mikrofon zu sagen und aufgrund vieler potentieller Käufer seines Raddresses, denen er seine Lederhosentracht präsentierte (nach langem Überlegen siegte der schnöde Mammon doch über das Weltmeister-Trikot aus Saalbach und statt gelb hieß es dann blau-weiß-kariert) war es für Gerdi wohl ein erfolgreicher Tag. Ach ja, gefahren ist er natürlich auch. Den Zenit der Form für heuer hat Gerdi schon etwas überschritten, doch er kämpfte sich dann doch noch gegen Peter, Adi und schlussendlich knapp auch noch gegen Boni durch. In der Trophy-Gesamtwertung belegte er hinter Michi Platz 2.
- 4. BONIMAIER Christian, Gesamt-8., 1:02:00: Boni erwischte einen guten Tag, was vor allem mich störte, denn da Boni heute vor mir ins Ziel kam und sich auch noch Adi Stonig zwischen uns schob, konnte Christian seinen 2-Punkte-Rückstand in der Trophy-Wertung aufholen und bei Gleichstand zählt (da auch unser bestes, zweitbestes, drittbeste und viertbeste Resultat gleich waren) schlussendlich der bessere Rang beim letzten Rennen. So wurde Boni dann in der Trophy-Gesamt-Wertung Dritter und er konnte sich ein Sieger-Trikot überziehen.
- 5. GRUBER Peter, Gesamt-10., 1:02:49: Ich war mit dem Rennen nicht zufrieden, denn nach einem guten und schnellen Start lief es dann nicht mehr ganz rund ich konnte mein angepeiltes Ziel – eine Zeit unter 1 Stunde – nicht erreichen. So stammt meine Rekordzeit auf den Hundstoa noch weiterhin aus dem Jahr 2008, obwohl wir dort damals die letzten Kilometer im Schnee fahren bzw. schieben mussten. Am Samstag musste ich mich auf der Strecke meinen heurigen Rivalen Boni und Adi geschlagen geben, den Angriff von Martins Bikeshop in Form von Werner Huber konnte ich aber noch abwehren. In der Trophy wurde es dann Platz 4 in der Klasse 30-40, aber als Trostpflaster gab es doch noch einen 400 Euro Gutschein bei der abschließenden Trophy-Tombola.
- 7. FISCHER Rene, 1:09:34: Man hörte Rene wieder einmal kilometerweit schnaufen, doch das ist bei ihm ein gutes Zeichen und so schaffte er eine Zeit unter 1:10. Natürlich war Rene schon schneller, aber man muss herausstreichen, dass er heuer nicht auf die Hillclimbs trainiert hat, sondern andere Ziele im Kopf hatte und dann ist diese Zeit doch sehr beachtlich.
- 8. BUDWEISER Martin, 1:09:46: Auch Martin zeigt wieder seine Stärken. Für Zell am See hatte er für die Trophy-Wertung eigens seinen Kroatien-Urlaub abgebrochen, doch dann wurde er leider krank und konnte bei der Schmitten nicht starten. Die Krankheit hat er überwunden, das kann man sicher sagen, denn angeschlagen kann man so eine Zeit nicht erreichen.
- 9. KABUSCH Michael, 1:09:53: Eine knappe Sache, denn innerhalb von 20 Sekunden waren es 3 Bigtime-Fahrer. Mike sinniert schon, wo er heuer die Minuten liegen gelassen hat und er wird noch im Herbst einmal einen Leistungsdiagnostiker besuchen, der ihm vielleicht wertvolle Tipps geben kann, wie er seine gute Grundausdauer noch besser bei den Hillclimbs einsetzen kann, denn heuer muss man leider sagen, dass Mike unter seinem Wert geschlagen wurde. Aus den gemeinsamen Trainingsfahrten weiß ich nämlich, dass Mike stark drauf war und auch noch ist, doch bei den Rennen schaffte er es heuer nie, das auch wirklich innerhalb von einer Stunde umzusetzen. Aber wir brauchen ja alle noch Ziele für das nächste Jahr und die hat Mike auf alle Fälle genug – egal welche Sportart, denn die Skitourensaison steht ja auch schon vor der Türe und ich schließe nicht aus, dass er letzte Woche schon überlegt hat, beim Schnee die Tourenski herauszuholen. Übrigens war Mike als 9. der Klasse „nur“ sechstbester Bigtime-Fahrer. Wie bei jedem Rennen ist die Klasse der 30-40jährigen unsere stärkste Klasse in der Breite, während wir in anderen Klassen oft nur einen Teilnehmer stellen (die dafür dann aber oft gewinnen!)
Damen AK 3
- Bernadette DEISENBERGER (1:18:30) wurde wieder tolle Gesamt-Zweite und in ihrer Klasse hatte sie sagenhafte 38 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte. Sie hätte also ruhig einmal auf der Lohningalm schon beim Hinauffahren einkehren können. Auch in allen anderen Belangen räumte Berni am Samstag voll ab. Der Klassensieg in der Pinzgau-Trophy und auch hier der Gesamt-Platz-2 war eigentlich keine Überraschung mehr, doch dass sie dann bei der Tombola auch noch einen Hauptpreis ergatterte, rundete den Tag wirklich noch einmal endgültig ab.
Damen AK 2
- Gertraud STREITBERGER (1:31:46) holte sich nach einer WM-Medaille in Saalbach und dem Klubmeistertitel in Saalbach die nächste Podiumsplatzierung mit einer tollen Zeit für sie. Sie fuhr relativ locker hinauf und hatte am Samstag ein viel besseres Gefühl als in der Woche zuvor beim Örgenbauern-Rennen. Ihre lockere Fahrt passte aber nicht allen, denn mehrere männliche Bike-Kollegen wollten das nicht hinnehmen uns besonders einer versuchte dann bis zum Ziel immer wieder, Gertraud zu überholen, was er dann schlussendlich mit letzten Anstrengungen auch schaffte. Während unsere Klubmeisterin im Ziel dann ganz locker war, brauchte er etliche Minuten, kam dann aber noch mit einem Schnapserl zu Gertraud und der Nachgeschmack dieses Schnapses war dann eigentlich auch schon das einzige Negative an diesem Tag für sie.
Damen Allgemeine Klasse
- Dass Magdalena GEHWOLF (1:27:36) ihre Klasse gewonnen hat, ist fast schon selbstverständlich, doch gehört es trotzdem immer wieder erwähnt, denn sie fährt in der eigentlichen Hauptklasse des Rennens und innerhalb dieser 10 Jahre ist sie pinzgauweit einfach die schnellste! Trotzdem musste sich Magda Samstag ein bisschen ärgern, denn bei der Tombola hätte es ein bisschen besser laufen können, wobei ich mich an dieser Stelle ein bisschen entschuldigen muss, denn als ich sagte, eine Dame von meinem Tisch freute sich Magdalena schon, doch auch Berni saß an meinem Tisch … Sorry!
Herren AK 3
- Franz DEISENBERGER (1:04:01) stand seiner Frau Berni um nichts nach. Auch er gewann seine Klasse beim Hundstoa-Biag-Di, auch er gewann seine Klasse bei der Pinzgau-Trophy-Gesamtwertung und auch er war es, der einen der Tombola-Hauptpreise abstaubte. Nur beim Einkehren auf der Lohningalm hätte sich Franz mehr beeilen müssen, aber in 4 Minuten hätte er das Weizen sicher vernichtet, denn gefährdet war sein Klassensieg heute nicht wirklich. Hervorzuheben sind Franz Leistungen heuer besonders, denn noch eine Woche vor Viehhofen wusste er noch gar nicht, ob er starten könnte, weil ihm beim Training vorher sein Körper nicht richtig gehorchen wollte, weshalb er heuer auch beim Berglaufen nicht voll angreifen konnte und daher beim Leoganger Berglauf am Sonntag nach Maria Alm „nur“ als Organisator auftrat.
Herren AK 2
- Sigi WENGER (1:09:47) kam zeitglich mit Marin Budweiser ins Ziel, doch da die Klasse sehr stark besetzt war, wurde Sigi mit dieser tollen Zeit „nur“ 13! Ein Wahnsinn, denn wie schon vorher einmal erwähnt, muss man den Hundstoa erst einmal unter 1:10 fahren! Ich habe mit Sigi am Samstag nicht mehr viel geredet, aber ich denke, dass er mit dem Hundstoa aufgrund der Zeit doch recht zufrieden war, denn es war im Verhältnis deutlich stärker als beim letzten Rennen auf die Schmitten.
- Unser Boss, Sepp STREITBERGER überraschte mit 1:15:06 wohl wieder viele der anwesenden Biker, die ihm seine Trainingszeiten wohl eh nicht glauben werden, denn mit den wenigen Kilometern bzw. Höhenmetern, die Sepp heuer am Bike absolviert hat, ist es normal nicht möglich in Saalbach unter 6 Stunden zu bleiben und dann den Hundstoa in 1:15 zu fahren. Aber er hat es geschafft, weil er ohne Druck antreten konnte und so mit Spaß und Freude die letzte Kraft entwickeln konnte.
Herren allgemeine Klasse
- Eigentlich hatten wir in dieser Klasse keinen Vertreter, doch im Grunde gehört Christoph Fresi FRESACHER auch zu unserem Team und er schrammte mit 1:08.11 als Vierter nur knapp am Podium vorbei. Fresi hatte eigentlich im Kopf die Saison schon beendet, doch wenn man diese Zeit betrachtet, hat er doch noch einmal einiges herausgeholt, obwohl er sich dafür schon sehr geschunden hat und laut Zuschauern auf der Strecke bei Kilometer 11,5 fast mit der Felswand kollidiert wäre, weil er schon ein bisschen in Trance fuhr. Aber egal; Fresi rettete eine gute Zeit ins Ziel, das Rotwild-Bike steht bei Sepp schon zum Verkauf und nächstes Jahr wird er wahrscheinlich wohl wieder in unserem Dress antreten.
Männliche Jugend
- Das Highlight für Florian SCHIPFLINGER (1:03:47) war wohl, dass er Franz Deisenberger noch niedersprinten konnte, denn innerhalb seiner Klasse war er wieder ungefährdet, obwohl der Vorsprung dieses Mal schon etwas knapper war. Knapp war auch sein Rückstand auf die vorderen Plätze, so war er zum Beispiel nur mehr eine knappe Minute hinter mir und wenn er wirklich so weiter fährt, hat unser Team in den nächsten Jahren einen Aspiranten auf den Gesamtsieg bei unseren lokalen Hillclimbs.
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